Monat: Juli 2005

750 Jahre – Deckel druff!

Schiffer Klauke lädt zur lohnenden Suche nach dem Jubiläumsgeschenk des TAZV

klauke_kleinLiebe Fürschtenberjer (und da sinn de Frauen mit jemeent), liebe Auswärtije!

Ihr kennt ma, ich bin der Schiffer Klauke. Und da freu ich mir besonders, dess ich in de Wasser Zeitung zu Wort komme. Meine Freunde von de Bürjervereinijung ham ma vorichtes Jahr jebäten, de Mütze uffzusetzen und zum Fest inzuladen. 750 Jahre Fürschtenberch, dess muss einfach besonders jefeiert werden und des verträcht sich ooch mit de Pläne von de junge Stadt, die mehr mit Eisen als wie mit de Schifferei jroß jeworden is. Jedenfalls: Vom Fest muss ich ken‘ mehr vill erzähln, des Programm is klar, jeder kann’s lesen, alle sinn dabei. Jehn tut des nur, weil wa vill Hilfe jekricht ham und hoffentlich noch weiter kriejen. Was ganz Besondres hat sich der TAZV Oderaue infalln lassen. Des hat historische Dimension! Fürschtenberch kricht nämlich’n Schachtdeckel, so ’nen eisernen mit speziellen Gussmotiv. Da hat sich de Bürjervereinijung jedacht: Wir machen ’n Suchspiel! Die Idee hatte der Vorsitzende Erich Opitz. Wer de Jubiläums-Schachtabdeckung find’t, der schreibt mir und nimmt an ’ner Verlosung teil. Jesucht werden kann ab erschten Juli und bis zum fuffzehnten August. Zu jewinnen jibt’s ville orjinelle Preise.

Und dann sehn wir uns am 28. August uff’m Festumzuch!
Euer Schiffer Klauke

Bis zum 15. August (Einsendeschluss) gehen Postkarten mit Angabe der Stelle, an der die Jubiläums-Schachtabdeckung des TAZV Oderaue zu finden ist, an folgende Adresse:

Bürgervereinigung „Fürstenberg (Oder)“ e. V.
Schiffer Klauke
Fellertstraße 31
15890 Eisenhüttenstadt – Fürstenberg (Oder)

Bibliografie für Fürstenberg (Oder) erschienen

Mit 56 Seiten und in schwarz/weiß gehalten sieht man dem Heft beileibe nicht an, wie viel Mühe es kostete, diese Seiten zusammenzustellen. Deren Wert wird auch nicht jeder zu ermessen wissen. Doch jene, die sich eingehender mit der Geschichte der Oderstadt Fürstenberg befassen, werden überaus dankbar sein, für die Fülle an Informationen, die sie hier erwarten.

Im Ganzen verzeichnet die „Fürstenberg-Bibliografie“, herausgegeben von Dr. Klaus-Dieter Gansleweit, sage und schreibe mehr als 600 (!) alte und neue Titel von Monographien, Beiträgen in Sammelwerken, Heimatkalendern und anderen Schriften zu Kultur, Sport, Industrie, Handel und Geschichte der Nachbarstadt im weitesten Sinne. Eine schier unerschöpfliche Quelle zur Ortsgeschichte, die ihresgleichen in der Niederlausitz, ja im Land Brandenburg in neuerer Zeit, schwer finden dürfte. An der Geschichte Interessierten wird damit zeitaufwendiges Suchen nach einzelnen weit verstreuten Titeln erspart. Diese Literaturübersicht ist um so begrüßenswerter, da die von der Potsdamer Landesbibliothek über mehr als drei Jahrzehnte herausgegebene Brandenburgische Bibliographie letztmalig im Jahre 1999 erschien.

Die verzeichnete Literatur ist in acht Abschnitte gegliedert. Angefangen von Bildbänden, über Adressbücher und Quellenveröffentlichungen bis hin zu Festschriften und Einzelveröffentlichungen. Besonders das umfangreiche Personen- und Sachregister erleichtert die Benutzung der Bibliografie ungemein und zeigt, dass hier gewissenhafte Könner ihres Faches arbeiteten. Wünschenswert wären jedoch auch Kurzinformationen wie Anschrift, Öffnungszeiten, Ansprechpartner zu Stadtarchiv und –bibliothek in Eisenhüttenstadt gewesen, wo sich die Großzahl der angegebenen Literatur befindet. Zudem wäre der Leser dankbar für die Angabe von Standorten der aufgeführten älteren Literatur außerhalb Eisenhüttenstadts.

Dr. Klaus-Dieter Gansleweit und Renate Schoop übernahmen im Rahmen eines ABM-Projektes die nun im Druck vorliegende Sisyphus-Arbeit. Der Name des Erstgenannten hat bei den Regionalhistorikern der Niederlausitz einen guten Klang, war er doch maßgeblich an Standartwerken wie dem Band zu Eisenhüttenstadt und Umgebung der Reihe „Werte unserer Heimat“ beteiligt, ist immer wieder mit fundierten Vorträgen bei den Tagungen der „Niederlausitzer Gesellschaft für Geschichte und Landeskunde“ präsent und war zudem mit der Gesamtredaktion der jüngst erschienenen „Festschrift zur 750-Jahr-Feier von Fürstenberg (Oder)“ betraut.

So kann ich der „Fürstenberg-Bibliografie“ nur eine weite Verbreitung und anregende Wirkung wünschen. Erhältlich ist sie zum Selbstkostenpreis von 5,- Euro im Tourismusverein der Oder-Region in der Eisenhüttenstädter Lindenallee, im Fürstenberger Buchladen sowie beim Herausgeber Klaus Dieter Gansleweit, Zur Siedlung Nr. 29 in 15898 Neuzelle, Ortsteil Henzendorf.

Andreas Peter, Guben