17. Jahrhundert „Gezeichnet von Krieg und Zerstörung“

1603
Das „Städtlein Fürstenberg“ brennt „ganz undt gar“ ab („Urban Pittlacks brandt“). Unter den betroffenen Bauten befinden sich auch Kirche und Kirchturm sowie „3. Joch“ einer nicht näher beschriebenen Brücke. Zahlreiche Feuersbrünste wie diese haben zur Folge, dass alte Bausubstanz aus der Zeit bis zur Mitte des 19. Jh. kaum noch erhalten ist. Lediglich die Kirche wird in neuzeitlichen Jahrhunderten immer wieder im alten Stil aufgebaut. Auch der mittelalterliche Stadtgrundriss bleibt erhalten.
1604
Gewerk der Bäcker erwähnt.
1618
Ein Stadtbrand („Kockiezs brandt“) vernichtet Teile der Stadt.
1631
Ab diesem Jahr bis 1644 zunehmende Drangsalierungen der Bürger, Brandschatzungen und weitere Zerstörungen der Stadt während des 30-jährigen Krieges, 1642 durch schwedische Soldaten verursachter großer Stadtbrand. 1645 sind von 250 Häusern nur noch 30 bewohnt.

Markttreiben in Fürstenberg um 1925 (Postkarte)

1649
Jährlich werden zwei Märkte abgehalten, am 1. Mai und 28. Oktober. Unter den Händlern befinden sich auch Beeskower und Frankfurter Bürger.
1654
Der Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Kirchturms ist abgeschlossen.
1693
Herzog Christian zu Sachsen verleiht der Stadt vier mit Vieh- und Pferdemärkten verbundene Jahrmärkte, da sie vor drei Jahren abgebrannt und in große Schulden geraten ist.
1697
54 Bürger unterschreiben die erste „Brau- und Schenk-Ordnung“ der Stadt

Ausschnitt aus der Brau- und Schenkordnung von 1697 Quelle: BLHA
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