Kategorie: 750-Jahr-Feier

Informationen zur 750-Jahr–Feier

Landsknechte lagern wie im 30 jährigen Krieg am Oderufer

Frankfurter Verein Frey-Faehnleyn e.V schlägt historisches Zeltlager an der Kanalmündung auf und bietet Einblicke in das Lagerleben.

Vorführung historischer Feuerwaffen zu folgenden Zeiten:

 

27.8. : 11.00 Uhr – 15.00 Uhr – 18.00 Uhr
28.8. : 15.00 Uhr – 17.00 Uhr

 

Armbrustschießen, Vogelschießen u.v.m.

 

Hinweise zum Feuerwerk

Das Feuerwerk wird gegen 22.45 Uhr an der Kanalmündung gezündet. Die beste Sicht hat man vom östlichen Kanalufer. Der Damm kann über die Neue Brückenstraße begangen werden. Nutzen Sie bitte diesen Standort.

750 Jahre – Deckel druff!

Schiffer Klauke lädt zur lohnenden Suche nach dem Jubiläumsgeschenk des TAZV

klauke_kleinLiebe Fürschtenberjer (und da sinn de Frauen mit jemeent), liebe Auswärtije!

Ihr kennt ma, ich bin der Schiffer Klauke. Und da freu ich mir besonders, dess ich in de Wasser Zeitung zu Wort komme. Meine Freunde von de Bürjervereinijung ham ma vorichtes Jahr jebäten, de Mütze uffzusetzen und zum Fest inzuladen. 750 Jahre Fürschtenberch, dess muss einfach besonders jefeiert werden und des verträcht sich ooch mit de Pläne von de junge Stadt, die mehr mit Eisen als wie mit de Schifferei jroß jeworden is. Jedenfalls: Vom Fest muss ich ken‘ mehr vill erzähln, des Programm is klar, jeder kann’s lesen, alle sinn dabei. Jehn tut des nur, weil wa vill Hilfe jekricht ham und hoffentlich noch weiter kriejen. Was ganz Besondres hat sich der TAZV Oderaue infalln lassen. Des hat historische Dimension! Fürschtenberch kricht nämlich’n Schachtdeckel, so ’nen eisernen mit speziellen Gussmotiv. Da hat sich de Bürjervereinijung jedacht: Wir machen ’n Suchspiel! Die Idee hatte der Vorsitzende Erich Opitz. Wer de Jubiläums-Schachtabdeckung find’t, der schreibt mir und nimmt an ’ner Verlosung teil. Jesucht werden kann ab erschten Juli und bis zum fuffzehnten August. Zu jewinnen jibt’s ville orjinelle Preise.

Und dann sehn wir uns am 28. August uff’m Festumzuch!
Euer Schiffer Klauke

Bis zum 15. August (Einsendeschluss) gehen Postkarten mit Angabe der Stelle, an der die Jubiläums-Schachtabdeckung des TAZV Oderaue zu finden ist, an folgende Adresse:

Bürgervereinigung „Fürstenberg (Oder)“ e. V.
Schiffer Klauke
Fellertstraße 31
15890 Eisenhüttenstadt – Fürstenberg (Oder)

Bibliografie für Fürstenberg (Oder) erschienen

Mit 56 Seiten und in schwarz/weiß gehalten sieht man dem Heft beileibe nicht an, wie viel Mühe es kostete, diese Seiten zusammenzustellen. Deren Wert wird auch nicht jeder zu ermessen wissen. Doch jene, die sich eingehender mit der Geschichte der Oderstadt Fürstenberg befassen, werden überaus dankbar sein, für die Fülle an Informationen, die sie hier erwarten.

Im Ganzen verzeichnet die „Fürstenberg-Bibliografie“, herausgegeben von Dr. Klaus-Dieter Gansleweit, sage und schreibe mehr als 600 (!) alte und neue Titel von Monographien, Beiträgen in Sammelwerken, Heimatkalendern und anderen Schriften zu Kultur, Sport, Industrie, Handel und Geschichte der Nachbarstadt im weitesten Sinne. Eine schier unerschöpfliche Quelle zur Ortsgeschichte, die ihresgleichen in der Niederlausitz, ja im Land Brandenburg in neuerer Zeit, schwer finden dürfte. An der Geschichte Interessierten wird damit zeitaufwendiges Suchen nach einzelnen weit verstreuten Titeln erspart. Diese Literaturübersicht ist um so begrüßenswerter, da die von der Potsdamer Landesbibliothek über mehr als drei Jahrzehnte herausgegebene Brandenburgische Bibliographie letztmalig im Jahre 1999 erschien.

Die verzeichnete Literatur ist in acht Abschnitte gegliedert. Angefangen von Bildbänden, über Adressbücher und Quellenveröffentlichungen bis hin zu Festschriften und Einzelveröffentlichungen. Besonders das umfangreiche Personen- und Sachregister erleichtert die Benutzung der Bibliografie ungemein und zeigt, dass hier gewissenhafte Könner ihres Faches arbeiteten. Wünschenswert wären jedoch auch Kurzinformationen wie Anschrift, Öffnungszeiten, Ansprechpartner zu Stadtarchiv und –bibliothek in Eisenhüttenstadt gewesen, wo sich die Großzahl der angegebenen Literatur befindet. Zudem wäre der Leser dankbar für die Angabe von Standorten der aufgeführten älteren Literatur außerhalb Eisenhüttenstadts.

Dr. Klaus-Dieter Gansleweit und Renate Schoop übernahmen im Rahmen eines ABM-Projektes die nun im Druck vorliegende Sisyphus-Arbeit. Der Name des Erstgenannten hat bei den Regionalhistorikern der Niederlausitz einen guten Klang, war er doch maßgeblich an Standartwerken wie dem Band zu Eisenhüttenstadt und Umgebung der Reihe „Werte unserer Heimat“ beteiligt, ist immer wieder mit fundierten Vorträgen bei den Tagungen der „Niederlausitzer Gesellschaft für Geschichte und Landeskunde“ präsent und war zudem mit der Gesamtredaktion der jüngst erschienenen „Festschrift zur 750-Jahr-Feier von Fürstenberg (Oder)“ betraut.

So kann ich der „Fürstenberg-Bibliografie“ nur eine weite Verbreitung und anregende Wirkung wünschen. Erhältlich ist sie zum Selbstkostenpreis von 5,- Euro im Tourismusverein der Oder-Region in der Eisenhüttenstädter Lindenallee, im Fürstenberger Buchladen sowie beim Herausgeber Klaus Dieter Gansleweit, Zur Siedlung Nr. 29 in 15898 Neuzelle, Ortsteil Henzendorf.

Andreas Peter, Guben

Museumsschiff “Carola” legt in Fürstenberg an

Die Stadt Zehdenick hat vor mehreren Jahren auf Begehren ihrer Bürger, insbesondere des Schiffervereins, einen Großfinowmaßkahn erworben und diesen zum schönsten schwimmenden Schiffermuseum in Brandenburg ausgebaut. Das Schiff wird seinen angestammten Liegeplatz am Bollwerk der Elisabeth-Mühle in der Havelstadt verlassen und rechtzeitig zur 750-Jahr-Feier am Bollwerk in Fürstenberg (Oder) anlegen. Die Ankunft wird am 25. August 2005 erwartet. Während des Festwochenendes vom 26. bis 28. August kann das Schiffermuseum besucht werden. Es ist die Gelegenheit, ein funktionsfähiges Motorschiff vom Maschinenraum bis zu den Kabinen mit vollständigen Interieur zu besichtigen. Die Spannweite der Ausstellungsinhalte reicht vom Schiffsbau auf der Werft bis hin zu Arbeiten im Hafen.

Ein einziger Ausstellungsraum durch Galerien, versetzte Ebenen und offene Räume ist so gegliedert, dass immer wieder der Blick von einer Abteilung in die andere übergleitet. Zusätzlich werden den Besuchern Einblicke in den Betriebsraum und die Wohndecks im Vor- und Achterschiff ermöglicht. Das Schiffermuseum informiert mit seinen Sammlungen und Ausstellungen über die historische Entwicklung und den gegenwärtigen Stand der Schifffahrt.

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Zahlreiche originale Ausstellungsobjekte von besonderer kulturhistorischer Qualität wie Schiffsmodelle, historische Bauzeichnungen, Werkzeuge zum Schiffbau und andere Arbeitsgeräte, Bild- und Schriftdokumente u.ä. demonstrieren die Entwicklung dieses Verkehrsmittels mit seinen ausgewählten Verkehrsbauten und Verkehrswegen.

Unser Dank gilt dem Bürgermeister der Stadt Zehdenick, Herrn Dahlenburg, der die Schiffsreise ermöglichte, und dem Schifferverein.

Vorstand der BVFO

Festschrift zur 750-Jahr-Feier

284-seitige Sonderausgabe des Heimatkalenders in Vorbereitung

Die „Festschrift zur 750-Jahr-Feier von Fürstenberg (Oder)“, einer Sonderausgabe des „Heimatkalenders Eisenhüttenstadt und Umgebung“, befindet sich in einer entscheidenden Phase. Nach Monaten aufwendiger Recherchen in Archiven und Bibliotheken, anstrengender Schreib- und Korrekturarbeiten, nach zahlreichen Entwürfen in Wort und Bild, die begutachtet, akzeptiert, nicht selten auch verworfen wurden, liegt die Vollendung des Werkes nunmehr in den Händen der engagierten Mitarbeiter der Druckerei Kühl in Müllrose.

kalenderDer 23. Jahrgang des von der Bürgervereinigung „Fürstenberg (Oder)“ e.V. herausgegeben Heimatkalenders steht ganz im Zeichen des großen Jubiläums. Eine umfangreiche Zeittafel unter dem Titel „Fürstenberg (Oder) im Wandel der Zeiten“ gewährt Einblicke in die bewegte Geschichte und das städtische Leben von der urkundlichen Ersterwähnung am 18. Februar 1286 bis zur Gegenwart. Spezielle Beiträge sind archäologischen Funden in der Wallstraße, der Entwicklung der Oderstadt unter dem Kloster Neuzelle, ihrem Schicksal während des Dreißigjährigen Krieges und einer Zeit gewidmet, da man auch hier den braunen Rattenfängern verfiel. Anhand eigener Erfahrungen setzt sich ein Fürstenberger Autor kritisch mit der jüngsten Vergangenheit, der DDR- und Nachwendezeit, auseinander.

Eine Reihe von Beiträgen widerspiegelt die jüngere Geschichte und das gesellschaftliche Leben im heutigen „Gemeindeteil“ Fürstenberg (Oder), würdigt die Aktivitäten der Bürgervereinigung, der Freiwilligen Feuerwehr, des Fußballklubs, des Männergesangvereins, vermittelt uns Eindrücke vom schulischen und kirchlichen Leben.

Breiten Raum nehmen Erinnerungen ein, in denen jetzige und ehemalige Bürger Fürstenbergs ihre Verbundenheit mit der Stadt bekunden und schildern, wie das Schifferstädtchen ihnen zur Heimat wurde. Besondere Hervorhebung verdienen an dieser Stelle der literarisch reife Beitrag von Wally Wertheim (†), Frau des Amtsrichters Paul Wertheim, über Fürstenberg um 1900 sowie ein aus 72 Strophen bestehendes, lebensvolles Gedicht mit dem Titel „Fürstenberg an der Oder – es war einmal“ des in Fürstenberg lebenden Autors Horst Knobloch, das hiermit erstmals vollständig zum Druck gelangt.

Aufsätze über die Umgebung Fürstenbergs/Eisenhüttenstadts fehlen ebenfalls nicht. Den Lesern des Heimatkalenders bekannte Autoren behandeln darin die Landschaftsgeschichte, die Wiederbesiedlung Treppelns nach dem Dreißigjährigen Krieg und die Deckenfresken in der Kreuzkirche Neuzelle.

In Bezug auf den Inhalt und Umfang, aber auch in gestalterischer Hinsicht stellt die Festschrift ein Novum dar. Rund 30 meist ehrenamtliche Autoren sind in dem 284-seitigen Heft mit z.T. umfangreichen Beiträgen vertreten. Das farbenfrohe Titelbild und Zeichnungen des Berliner Grafikers Klaus Janck, Postkarten, Fotos und viele andere Abbildungen werden die Publikation auf ihre Weise bereichern.

Auf wichtige Quellen zur Erforschung der Stadtgeschichte, die dem heimischen Leserpublikum erstmals vorgestellt werden, darf man schon jetzt gespannt sein, so auf die älteste Fürstenberger Urkunde von 1293 sowie einen Stadtplan und eine Gemarkungskarte aus der Mitte des 18. Jh. Wie alt ist eigentlich das Bollwerk und nach wem ist die Marienstraße benannt? Auch zu diesen und manch anderen Details der Geschichte Fürstenbergs wird der aufmerksame Leser Hinweise finden.

Eine große Zahl von Anzeigen belegt die Bereitschaft der Inserenten, das in Kürze erscheinende Werk tatkräftig zu unterstützen. Am 21. April (ab 19 Uhr) wird es der interessierten Öffentlichkeit im Fürstenberger Gesellschaftshaus vorgestellt werden.

Dr. Klaus-Dieter Gansleweit
(ehrenamtlicher Redakteur)

Maskottchen zum Vereinsvergnügen vorgestellt

loeweLange währte die Suche nach einem Motiv. Nun wurde es zum Vereinsvergnügen im Fürstenberger Gesellschaftshaus „Schleicher“ am 02. April 2005 vorgestellt. Der Grafiker Klaus Janck, 1931 in Guben geboren lebt heute in Berlin, schlug zunächst den kleinen Fürsten „Bergi“, abgeleitet vom Stadtnamen, vor. Damit sollte der Versuch unternommen werden, interessante Kapitel der Fürstenberger Stadtgeschichte für Kinder aufzuarbeiten und darzustellen. Dann begeisterte uns jedoch der Historiker Dr. Gansleweit mit der Idee des aufrecht stehenden Löwens aus dem Stadtwappen. Dieser trägt eine Schiffermütze und soll damit an das frühere Hauptgewerbe der Fürstenberger Bürger erinnern. So heißt es noch im Fürstenberger Adressbuch von 1937: „Fürstenberg war eine Schiffahrtsstadt, der Oderstrom ist die Lebensader, er gibt ihr das besondere Aussehen. Fürstenberg ist wichtiger Schiffahrtsknotenpunkt durch seine Lage an der Einmündung des Oder-Spree-Kanals in die Oder, der mit der Fertigstellung des Mittelland-Kanals in den nächsten Jahren noch an Bedeutung gewinnen wird. So haben zahlreiche bedeutende Schiffahrtsunternehmen der Oder, Elbe und der Märkischen Wasserstraßen hier Zentralen und Niederlassungen.“ Klaus Janck, der seit 1955 als selbständiger Grafiker arbeitet und früher u.a. Plakate für das Berliner Filmfest gestaltete, setzte diese Idee künstlerisch um. Bis heute ist dieser initiativreiche Künstler sehr heimatverbunden und man trifft in vielen Städten der Niederlausitz auf seine Arbeiten. So z.B. fertigte er Modelle und Illustrationen für den „Förderverein für die Museen der Stadt Peitz“ e.V. bzw. Beiträge und Zeichnungen für den Gubener und Eisenhüttenstädter Heimatkalender an. Große Beachtung fand sein eindrucksvolles Diorama der Peitzer Zitadelle.

Zur Unterstützung der Vorbereitung der 750-Jahr-Feier stellte er eine colorierte Zeichnung zur Versteigerung zur Verfügung. Der Löwe mit Schiffermütze steht dabei vor der von ihm gezeichneten Stadtsiluette. Mit dem Erlös aus der Versteigerung soll ein mannshohes Maskottchen für den Festumzug angefertigt werden.